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Valentinstag - Eine Liebesgeschichte | Meine Glückskarte
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Valentinstag – Eine Liebesgeschichte

„Nichts und niemand“, schrie Tomaso ihr zu, „weder ein Kaiser noch seine Garde, meine Kameraden, und schon gar nicht Sturm und Urgewalt werden mich davon abhalten können, dich zur Frau zu nehmen!“ Mit sanfter Stimme fügte er hinzu, während er ihr tief in Augen sah: „Dafür ist meine Liebe zu dir zu stark, Sophia!“ „Aber bedenke doch die Folgen… für uns und unsere Familien, geliebter Tomaso! Es ist des Kaisers Befehl und ich möchte dich nicht verlieren!“ Tränen stiegen in Sophia hoch, als sie begriff, dass sich ihr geliebter Soldat und Partner nicht von seinem Unterfangen abringen lassen würde… und sie es in ihrem tiefsten Inneren auch nicht wollte, dass es so käme.

Es schneite bereits den ganzen Tag in dem kleinen italienischen Ort und die vergeblichen Versuche sich in das Nachbardorf zu einem Vertrauten zu begeben, der die beiden Verliebten Trauen wollte, waren an den furchtbaren Strassenzuständen gescheitert. Mit Tomasos näherrückenden Abberufung zu den Schlachtfeldern im Süden, schien der Plan und die Zukunft des jungen Paares besiegelt.

Plötzlich stieß die Tür auf und starke Windböen erfassten die Bewohner der kleinen Behausung, ließen Schnee durch das Zimmer fegen, der sich wie ein sanfter Schleier frischen Mehls auf die Einrichtung legten. In der Tür stand Giorgio, der Sohn des Schenken- und Gasthausbesitzers Nuntio. „Schnell beeilt euch… kleidet euch an! Ihr müsst sofort zu uns ins Gasthaus kommen, wenn ihr euer Ansinnen noch vor Ankunft des Frühlings umgesetzt sehen wollt!“ „Wovon sprichst du, du Narr?“, fragte Tomaso. „Für kein Geld der Welt bringe ich Sophia raus in diese Eishölle. Und mich selbst auch nicht!“

„Eilt euch doch!“, rief Giorgio. „Wir haben in der Gaststätte einen Gast, der im Stande ist, euch im Sinne der Kirche zu trauen! Eilt euch! Er will trotz des Sturmes weiterziehen und wartet nur, weil er hörte, dass du ein Diener des Kaisers bist!“

Sophia schob sich an Tomasos breiten Schultern vorbei und sah Giorgio mit ungläubigen Augen an. „Bist du von allen guten Geistern verlassen? Du weißt, dass es gemäß kaiserlicher Anordnung verboten ist, Soldaten zu trauen. Warum musstest du ihm das sagen? Einem Fremden!“ „Beruhige dich, Sophia, es ist uns herausgerutscht. Aber es soll euch kein Leid widerfahren. Er hat ausdrücklich gesagt, er möchte diese Trauung vollziehen… und es sei ihm bewusst, dass er sich damit nicht nur Freunde mache. Vertraut ihm! Der Mann ist schliesslich ein Bischof“, erwiderte Giorgio.

Mit sämtlichen zur Verfügung stehenden Kleidung kämpften sich die drei durch den Sturm Richtung Gaststätte. Der Wind war klirrend und der Schnee erschwerte jeden Schritt. Tomaso jedoch spürte die Kälte nicht. Er war erfüllt von einem warmen Glücksgefühl, dass langsam aber stetig von seinem Körper Besitz einnahm.

Fortsetzung folgt…

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