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Der kopflose Reiter - Gruselspaß zu Halloween | Meine Glückskarte
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Der kopflose Reiter – Gruselspaß zu Halloween

Der kopflose Reiter zu HalloweenGeschichten aus dem Reich der Toten gibt es zuhauf. Und viele dieser Gruselstories haben ihren Weg aus den Vereinigten Staaten hier zu uns nach Deutschland gefunden und leben vor allem in der Zeit um Halloween wieder richtig auf. So auch die Geschichte des kopflosen Reiters, der mit glühender Axt seinen arglosen Opfern im Galopp den Kopf abschlug. Doch der scheinbar amerikanische Ursprung täuscht: Die Geschichte hat nationale Wurzeln.

Der kopflose Reiter aus Sleepy Hollow

Der kopflose Reiter - Halloween

The Headless Horseman Pursuing Ichabod Crane von John Quidor (Q: http://www.flickr.com/photos/piedmont_fossil/506273057/)

Viele von uns kennen die Sage des kopflosen Reiters – oder auch Headless Horseman, wie er im englischsprachigen Raum genannt wird – aus dem Kino. In seiner Verfilmung mit Johnny Depp als Polizisten Ichabod Crane hat zuletzt Tim Burton den Reiter wieder zum Leben erweckt. In vielen Illustrationen trägt der Reiter einen flammenden Kürbis, einen Jack O’Lantern, in seiner Hand. Sozusagen als Kopfersatz. Dieses Detail taucht erstmals in Illustrationen zu dem Buch “Die Legende von Sleepy Hollow” auf, das von dem amerikanischen Schriftsteller Washington Irving 1820 herausgegeben wurde.

Spannend ist jedoch, dass der kopflose Reiter ursprünglich aus der deutschen, genauer gesagt der rheinländischen Sagenwelt stammt und von Irving in das im Bundesstaat New York gelegene Dorf Sleepy Hollow verfrachtet wurde. In seinem Buch wird ein kopfloser Hessen beschrieben, ein ehemaliger Söldner, der in der Nacht zu Halloween Bewohner des Dorfes enthauptet, um seinen eigenen Kopf zu ersetzen bzw. seinen Fluch zu brechen.

Der deutschen Sage nach, handelte es sich nicht um einen bestimmten Reiter, sondern um eine Vielzahl Untoter. Die Büßer machten sich nächtens auf den Weg, um den Lebenden den Schlaf und die Seelen zu rauben. Sie waren Warnung an alle Leichtsinnigen, doch besser keine Sünden im Leben zu begehen.

Der Kürbis als Symbol des kopflosen Reiters hat seinen Einsatz demnach eher dem amerikanischen Vorbild zu verdanken. Es scheint eine Weiterentwicklung und Verknüpfung der beiden Sagen zu sein, die beide europäische Wurzeln haben. Sollte also beim nächsten Mal einer sagen, Halloween sei ein rein amerikanischer Brauch, könnt ihr ihn eines Besseren belehren.

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